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Gemeinde

Über uns

Rumänisch-Orthodoxe Kirchengemeinde „Hl. Märtyrer Vitus“, Schutzpatron Sachsens, und „Hl. Woiwode Stefan der Große“ in Chemnitz — Geschichte, kanonische Jurisdiktion und Pfarrkomplex.

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Über Chemnitz

Chemnitz ist eines der bedeutenden Zentren des Freistaates Sachsen und auch nach dem Fall der Berliner Mauer ein wichtiger Industriestandort geblieben. Die Stadt hat rund 250.000 Einwohner.

Die Kirchengemeinde

Die Kirchengemeinde „Hl. Märtyrer Vitus“, Schutzpatron Sachsens, und „Hl. Woiwode Stephan der Große“ ist die einzige orthodoxe Kirchengemeinde in dieser Stadt und betreut Chemnitz sowie die umliegende Region in einem Umkreis von etwa 100 Kilometern.

Kanonische Jurisdiktion

Die Rumänisch-Orthodoxe Kirchengemeinde „Hl. Märtyrer Vitus“, Schutzpatron Sachsens, und „Hl. Woiwode Stephan der Große“ in Chemnitz steht unter der kanonischen Jurisdiktion der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa.

Geschichte der Pfarrgemeinde

Die Anfänge der Kirchengemeinde in Chemnitz gehen auf die Bemühungen von Pfarrer Ioan Forga aus Leipzig zurück, der ab dem Jahr 2011 auch in anderen Städten der deutschen Bundesländer Sachsen und Thüringen Gottesdienste feierte. Sonntags wurde der Gottesdienst in Leipzig gefeiert, während in den anderen Städten einmal im Monat, jeweils samstags, Gottesdienste stattfanden.

Am 20.06.2011 trafen sich Pfarrer Ioan Forga und Herr Dr. Tiberiu Danciu als Vertreter der Gläubigen aus Chemnitz mit dem katholischen Priester Hans-Joachim Paschke, Pfarrer der katholischen St.-Joseph-Kirche in Chemnitz, um über eine mögliche Anmietung der Kapelle für orthodoxe Gottesdienste zu sprechen. So fand mit dem Segen Seiner Eminenz Metropolit Serafim am Samstag, dem 25.06.2011, die erste Göttliche Liturgie in Chemnitz statt, an der etwa 10–12 Gläubige teilnahmen.

Da die St.-Joseph-Kirche in Chemnitz an den meisten Samstagen durch verschiedene Gottesdienste der katholischen Gemeinde belegt war, wurden die Gottesdienste ab dem 02.06.2012 in der Kirche „Maria, Hilfe der Christen“ in der Zwickauer Straße 475 gefeiert.

Mit der Zeit wuchs die Zahl der Gläubigen, die regelmäßig an den Gottesdiensten teilnahmen. Daher entschied Metropolit Serafim, diese Filialgemeinde in eine eigenständige Kirchengemeinde umzuwandeln. Als neuer Gottesdienstort wurde die Friedhofskirche der evangelischen Matthäusgemeinde in Altendorf, Chemnitz, gewählt, wo die Göttliche Liturgie nun an jedem Sonntag gefeiert werden konnte. So feierten am Sonntag, dem 19.10.2014, Pfarrer Ioan Forga, zu diesem Zeitpunkt Priester der Rumänisch-Orthodoxen Kirche in Leipzig und Dekan für Ostdeutschland, gemeinsam mit Hieromonach Athanasie Ulea erstmals die Göttliche Liturgie in der neu gegründeten Kirchengemeinde in Chemnitz.

Am 09.11.2014 feierte Seine Exzellenz Bischof Sofian die erste bischöfliche Göttliche Liturgie inmitten der Gläubigen aus Chemnitz und Umgebung. Bei dieser Gelegenheit wurde Hieromonach Athanasie Ulea offiziell als Pfarrer der Kirchengemeinde in Chemnitz eingesetzt.

Seit Januar 2020 ist mit dem Segen Seiner Eminenz Metropolit Serafim Pfarrer Cezar Burlacu der neue Pfarrer der Kirchengemeinde in Chemnitz.

Die Schutzheiligen der Kirchengemeinde

Die Kirchengemeinde wählte den Heiligen Märtyrer Vitus, der auch als Schutzheiliger der Sachsen gilt und im Westen allgemein große Verehrung genießt, sowie den Heiligen Stephan den Großen, Fürsten der Moldau, zu ihren Schutzheiligen.

Die Kirche und das Pfarrzentrum

Von Beginn an gehörte neben der liturgischen, pastoralen und geistlichen, katechetischen sowie kulturell-ökumenischen Arbeit die Suche nach einem eigenen Pfarrzentrum zu den Prioritäten der Gemeinde, damit sich das Gemeindeleben frei und langfristig entfalten konnte. Anfang des Jahres 2017 wurde daher die Suche nach einem eigenen Gotteshaus intensiviert. In diesem Zusammenhang fand sich schließlich eine geeignete Immobilie, in der die Kirchengemeinde ihre Aktivitäten weiterentwickeln konnte.

Da die Kirchengemeinde selbst nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügte, die Kosten für den Erwerb der Immobilie zu tragen, kam Unterstützung von Herrn Horst Fries und Frau Irina Badea, die den Gebäudekomplex erwarben, damit er ausschließlich von der Kirchengemeinde genutzt werden konnte.

Die Immobilie besteht unter anderem aus einem ehemaligen Versammlungssaal, der zu einer Kirche umgestaltet wurde und seither für die Gottesdienste genutzt wird. Im Nebengebäude wurden der Pfarrsaal „Zimmer des Hl. Sophronius Sacharow“ mit der Küche „Hl. Johannes Jakob von Neamț“ sowie der Beichtraum „Zelle des Hl. Paisios vom Berg Athos“ eingerichtet.

Die Kirche wurde später mit einer traditionellen hölzernen Ikonostase sowie mit einem ebenfalls aus Massivholz gefertigten Heiligen Altar mit Baldachin ausgestattet. Diese wurden in der traditionellen Werkstatt „Crucea de lemn“ in Bicaz, Kreis Neamț, hergestellt. Dort wurde auch das Holzkreuz angefertigt, das die Vorübergehenden an der Straße begrüßt und von dort über das Gotteshaus wacht.

Die Ikonen, die die Kirche schmücken, wurden von den Kirchenmalern Liviu Dumitrescu, Gabriel Iosub sowie Radu und Magda Lazăr gemalt.

Durch den kontinuierlichen Einsatz unserer Gläubigen sowie weiterer Spender und Wohltäter und mit dem Segen und der Unterstützung Seiner Eminenz Metropolit Serafim konnte im Laufe des Jahres 2020 die erforderliche Summe aufgebracht werden. So wurde zu Beginn des Jahres 2021, am 21. Januar, der Kaufvertrag für die Immobilie unterzeichnet, in der die Kirchengemeinde ihre Tätigkeit ausübt.

Damit erfüllte sich der große Wunsch der rumänisch-orthodoxen Gläubigen in Chemnitz, ein eigenes Gotteshaus zu besitzen.

Ehre sei Gott für alles!

Mit Segen,
Pfarrer Cezar Burlacu