Während eines seiner Spaziergänge wurde der große russische Dichter Dostojewski (1821-1881) von einem Betrunkenen geschlagen. Auf der Polizeiwache bat er darum, den Schuldigen freizulassen, weil er ihm verzeihe. Dennoch erhielt der Dichter nach drei Wochen die Anweisung, als Zeuge vor Gericht zu erscheinen. Und wieder bat er die Richter, den Schuldigen von der Strafe zu verschonen.
Der Richter entsprach dieser Bitte und verurteilte den Täter lediglich wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu einer Geldstrafe von sechzehn Rubeln oder vier Tagen Gefängnis. Danach wartete Dostojewski am Gefängnistor auf den Angeklagten und gab ihm sechzehn Rubel, um seine Geldstrafe zu bezahlen.