In der ersten Klasse einer Schule im Schwarzwald begann ein Kind gleich in der ersten Zeichenstunde zu weinen. Seine Mitschülerin benachrichtigte den Klassenlehrer, und dieser fragte den Kleinen sofort, warum er weine. Wegen der Tränen konnte das Kind anfangs nicht einmal sprechen. Es schluchzte und wischte sich mit seinen kleinen Händen die Augen. Doch der Lehrer insistierte liebevoll: „Was schmerzt dich?“ Der Kleine fasste Mut und sagte zu ihm: „Ich habe vergessen, wie meine Mutter aussieht.“
Die Kinder fingen natürlich an zu lachen. Aber der Lehrer verstand das Kind und sagte liebevoll zu ihm: „Ach! Du hast das Gesicht deiner Mama vergessen. Natürlich ist das etwas Schlimmes. Geh sofort nach Hause und schau dir deine Mama wieder an!“ Das Kind ging nach Hause und kehrte nach kurzer Zeit zurück, nahm den Stift in die Hand und begann sogleich, freudig zu zeichnen.