Ein junger Mann war sehr aufgebracht, weil er nicht mehr Geld hatte und sich nicht alles kaufen konnte, was er sich wünschte. Er ging traurig die Straße entlang und wusste nicht, wie er aus dieser Lage herauskommen sollte. Doch während er so ging, stieß er plötzlich mit jemandem zusammen. Groß war seine Überraschung, als er sah, dass er aus Unachtsamkeit einen armen, blinden Mann angerempelt hatte.
Der arme Mann versuchte, sich mit einem Stock zu behelfen und den Weg nach Hause zu finden. Unser junger Mann half ihm, indem er ihn am Arm führte. Als der junge Mann sah, wie viel Leid andere ertrugen, dachte er von da an nur noch an eines: wie reich er doch war.
Er hatte kein Geld für alles, was er sich gewünscht hätte, aber er besaß den größten Schatz der Welt, den man für Geld nicht kaufen kann: die Gesundheit mit allem, was aus ihr entspringt – Arbeitskraft, Freude und gute Laune.
Jetzt wurde ihm klar, dass es Menschen gab, die infolge von Unfällen gelähmt geblieben waren. Aber seine Beine konnten ihn überall hintragen. Andere waren blind geworden. Er aber konnte jeden Augenblick all die Schönheiten um sich herum sehen. Es gibt auch Menschen, die leider seelisch blind und gelähmt sind, weil ihre Seele von Freude, Hoffnung und Liebe entleert ist. Diese sind die wahrhaft Unglücklichen.
Je wohlwollender du sein wirst, desto mehr Frieden wird deine Seele haben. Der Böse und Geizige gibt niemals etwas, nicht einmal ein Glas Wasser oder einen Rat, selbst wenn ihn diese Dinge nichts kosten würden. Ist ein solcher Mensch den anderen noch von irgendeinem Nutzen?
Wenn wir uns umsehen, werden wir feststellen, dass nichts nur für sich allein lebt. Selbst ein gewöhnlicher Baum. Auch wenn er uns keine Früchte schenkt, gibt er uns zumindest die Möglichkeit, uns einen Augenblick in seinem Schatten auszuruhen.
„Der Gute sieht überall Gutes; der Böse nirgends“ – Sprichwort.