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Gleichnis

Uneigennützige Hilfe

Eines Abends kehrte ein junger Mann nach Hause zurück. Doch wegen der einbrechenden Dunkelheit stolperte er über einen Felsbrocken und verletzte sich beim Sturz ziemlich stark. Wütend ging er weiter, aber ein Gedanke ließ ihn nicht los. Was machte so ein riesiger Felsbrocken mitten auf dem Weg und wie konnte es sein, dass er ihn nicht rechtzeitig gesehen hatte?

„Ach du je, was ist, wenn auch andere Leute hier vorbeikommen und ihnen dasselbe passiert wie mir?“ Genau in diesem Augenblick blieb der junge Mann stehen und obwohl er sich ziemlich verletzt hatte und es eilig hatte, nach Hause zu kommen, kehrte er zu dem besagten Felsbrocken um und schob ihn an den Straßenrand. Dort konnte er beliebig lange liegen, denn niemand würde mehr darüber stolpern. Erst jetzt ging unser junger Mann beruhigt und zufrieden nach Hause. Die Wunde, die ihm der Sturz zugefügt hatte, schien nun weniger zu schmerzen, da er wusste, dass er vielleicht auch andere vor einem Leid wie dem seinen bewahrt hatte.

Zu wissen, wie man auch an andere denkt, bedeutet zu wissen, wie man lebt. Die Freuden derer um uns herum müssen auch unsere Freuden sein, und ihre Schmerzen und Sorgen müssen auch uns schmerzen. Anstatt dass jeder nur für sich selbst sorgt, wäre es viel besser, wenn jeder für die anderen sorgen würde.

Hast du dich jemals gefragt, ob nicht auch du auf jenem Weg gegangen bist, von dem der junge Mann den Felsbrocken entfernt hat? Ohne ihn zu kennen, ohne dass er dich kannte, ohne irgendeinen Dank zu erwarten, hat dir jener Mensch Gutes getan. „Bedingungslose Liebe – die Wurzel und Quelle des Guten“.