Einst kehrte ein Schiff von Kalifornien nach Italien zurück, auf dem sich auch ein Arbeiter befand. Dieser war vor zwanzig Jahren nach Kalifornien gegangen, hatte in den Goldminen gearbeitet und ein großes Vermögen erworben. Mit vielen glänzenden Goldstücken kehrte er nach Hause zurück, um ein leichteres Leben zu führen.
Das Schiff hatte die Straße von Sizilien erreicht, und dort prallte es aufgrund eines Sturms gegen einen Felsen und zerbrach.
„Die Rettungsboote!“, donnerte der Kapitän des Schiffes.
„Zuerst die Frauen und Kinder, dann die Männer und zuletzt die Seeleute!“, rief der Erste Offizier.
Es herrschte eine unbeschreibliche Angst: Schreie, Rufe, Wehklagen und ein Durcheinander, in dem nichts mehr zu unterscheiden war. Der Arbeiter, der ein guter Schwimmer war, war in seine Kabine hinabgestiegen, um sein Geld zu holen. Er füllte eine kleine Kiste, band sie sich auf den Rücken und ging an Deck. Niemand war mehr da. Das Schiff neigte sich schnell und drohte, von den Wellen verschlungen zu werden.
Plötzlich hörte er die Schreie eines kleinen Mädchens. Es war ein etwa zehnjähriges Mädchen, das eingeschlafen war und das seine Eltern in diesem Durcheinander verloren hatten. Vom Schiff bis zum Ufer war es eine beträchtliche Entfernung. Der Mann dachte schnell nach: „Wenn ich das Mädchen und die Kiste nehme, werde ich es nicht schaffen.“
Ein schwerer Kampf tobte in ihm. Plötzlich ließ er die Kiste fallen, nahm das Mädchen auf den Rücken und stürzte sich in die Wellen des Meeres. Am Ufer gab es noch vier glückliche Menschen: die Eltern, die ihr Mädchen sahen, das mit dem Leben davongekommen war, und er, der die Tat seines Lebens vollbracht hatte. So veränderte die Freude, die Gott in seine Seele gelegt hatte, sein Leben.