Als dem heiligen Makarius einmal eine Weintraube gebracht wurde, was in der Wüste eine Seltenheit war, schickte er sie, der den Bruder mehr als sich selbst erquicken wollte, zu einem Eremiten, weil er dachte, jener brauche sie mehr.
Der Eremit, der wie Makarius mehr um das Wohl seines Nächsten besorgt war, pries den Herrn für so viel Güte und brachte die Traube zu einem anderen Bruder, und dieser wiederum zu einem anderen. Und so geschah es, dass die Traube die vielen in der Wüste verstreuten und weit voneinander entfernten Zellen umrundete, ohne dass jemand davon gekostet hätte, bis sie wieder bei Makarius ankam.
Und der Heilige freute sich sehr, als er so viel Enthaltsamkeit und Liebe unter den Brüdern sah, und nahm ihr Beispiel zum Anlass, seine geistlichen Anstrengungen zu verstärken.