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Gleichnis

Die gesegnete List, durch die er sich Gehör verschaffte!

Am Sonntag der heiligen Maria von Ägypten begann ein kürzlich geweihter Priester eine Predigt über die Buße. Er nannte einige Beispiele von Heiligen, die die Sünde hinter sich gelassen hatten. In der Kirche war Gemurmel zu hören. Einige Gläubige, besonders die älteren, schienen nicht sehr an dem Thema interessiert zu sein. Zwei Frauen schwelgten in Jugenderinnerungen, andere redeten Nichtigkeiten, kommentierten die Rocklänge einer Frau, die zum ersten Mal in dieser Kirche war, oder den unangenehmen Geruch der Bettler am Kirchentor.

Der Priester fuhr fort: „Aber es gibt auch viele Sünder, die nichts von der Buße hören wollen. In unserer Pfarrei zum Beispiel haben wir einen Fall, einen Mann, der sehr gerne trinkt, über den ich euch einige Worte sagen werde. Dieser Mann, den ihr alle kennt, ist ein Fall, der unverbesserlich scheint.“

Nach und nach wurden die murmelnden Gläubigen aufmerksam: Die Predigt wurde auch für sie interessant – sie dachten, der Priester würde vielleicht einige pikante Details preisgeben, damit sie diese beim Mittagessen mit denen besprechen könnten, die nicht gekommen waren, um an der Schönheit der Göttlichen Liturgie teilzuhaben.

„Soll ich euch erzählen, wie tief dieser Mann der Leidenschaft des Trinkens verfallen ist?“, fragte der Priester und wunderte sich, wie still es in der Kirche geworden war. „Nein, das werde ich euch nicht erzählen. Ich wollte nur, dass ihr selbst erkennt, dass einige von euch murmelten, solange ich über die Besserung des Lebens sprach. Als es aber um einen Sünder ging, über den man tratschen, auf den man mit dem Finger zeigen kann, wurde es still.“

„Ich werde euch heute nichts weiter sagen als dies: Wenn ihr aus irgendeinem Grund in die Kirche kommt und nicht, um in Gemeinschaft mit Gott zu sein und mit den anderen zu beten, wenn euch nur Klatschthemen interessieren oder Themen, die euch in euren eigenen Augen erhöhen und euch das Gefühl geben, denen überlegen zu sein, die zu dieser Stunde vor dem Fernseher sitzen, dann solltet ihr erkennen, dass ihr falsch handelt. Die Kirche ist das Haus Gottes. Wollt ihr sie in einen Vorführsaal verwandeln, in einen Klatschsalon? Möge es nicht so sein!“

„Nehmt euch in Acht vor den Fallen des Feindes, der, wenn es ihm nicht gelungen ist, euch vom Kirchgang abzuhalten, nun darum kämpft, eure Gedanken zu verdrehen und euch dazu zu verleiten, zu reden, anstatt zu beten oder nützliche Worte zu hören. Ich hätte euch noch viel zu sagen gehabt, aber das werde ich euch ein anderes Mal sagen. Ich überlasse es euch, selbst darüber nachzudenken, ob ihr den Weg des Heils gehen wollt. Und wenn ihr das nicht wollt, weiß ich nicht, welchen Sinn es hat, dass ihr noch in die Kirche kommt. Und wenn ihr es wollt, weiß ich nicht, welchen Sinn es hat, zu murmeln und zu tratschen, anstatt mit zerknirschtem Herzen zu Gott zu beten.“