Zum Inhalt springen

Gleichnis

Die Bombe des Terroristen und die Verzweiflung

Ein Priester erzählte den Gläubigen: „Ein Terrorist legte eine Bombe in einer Bank, die das Erdgeschoss und den ersten Stock eines Nachbargebäudes meines Wohnblocks einnahm. Die Bombe explodierte und das Gebäude stürzte ein. Es gab nicht viele Opfer, denn die Bewohner waren im Urlaub. Aber sie hatten keine Wohnung mehr.

Als sie aus dem Urlaub zurückkehrten und sahen, dass ihre Wohnungen zu Staub zerfallen waren, verfielen die meisten in Verzweiflung. Ich beobachtete sie von Zeit zu Zeit aus dem Fenster. Als ich hinausging, um etwas zu kaufen, traf ich einen Nachbarn, der in dem explodierten Gebäude gewohnt hatte. Er sagte mir mannhaft:

‚Vater, ich danke Gott, dass wir nicht zu Hause waren. Ich war mit meiner Familie bei den Schwiegereltern.‘ Sein Glaube erstaunte mich. Er war kein wohlhabender Mann, also war die Prüfung, die er durchmachte, umso größer. ‚Hatten Sie keine verzweifelten Gedanken?‘ ‚Verzweiflung? Nein, Vater. Ich habe es Ihnen ja gesagt: Ich habe Gott gedankt, dass wir unversehrt sind. Das mit dem Haus wird sich schon irgendwie regeln. Der da oben wird uns nicht im Stich lassen. Für uns ist es nicht so schwer wie für diejenigen, die bei diesem Unglück einen Ehemann, eine Mutter oder ein Kind verloren haben.‘

Alle waren verzweifelt, nur er nicht. Das bedeutet es, einen starken Glauben zu haben. Er hätte murren können, tat es aber nicht. Und er empfing den Lohn seiner Geduld.“