An einem Morgen betrat ein junger Künstler ein Café, sehr begeistert darüber, dass er beauftragt worden war, das Porträt eines wohlhabenden Mannes zu malen, der eine Baufirma besaß. Während er glücklich seinen Kaffee genoss, sah er auf dem Nachbartisch eine liegen gelassene Zeitung, in der in großen Buchstaben folgende Schlagzeile gedruckt stand: SCHWERE ZEITEN KOMMEN. Er begann, immer mehr über diese Worte nachzudenken.
Der Besitzer des Cafés kam vorbei, um ihn zu begrüßen, und als er ihn besorgt sah, fragte er ihn, ob etwas passiert sei. Dieser antwortete traurig, dass er gehen müsse, denn „schwere Zeiten kommen“, und er deshalb an seinem Werk arbeiten müsse. Der Besitzer begann sich Sorgen zu machen, dass vielleicht wirklich „schwere Zeiten kommen“. Er wurde immer besorgter, je mehr er über die Worte des jungen Mannes nachdachte. Daraufhin rief er seine Frau an und bat sie, nicht böse zu sein, aber er müsse ihre Bestellung für das neue Kleid stornieren, da es ziemlich teuer sei und „schwere Zeiten“ angekündigt worden seien.
Diese rief in dem Geschäft an, in dem sie das Kleid bestellt hatte, und bat die Inhaberin, ihre Bestellung zu stornieren. Sie entschuldigte sich, aber … „Schwere Zeiten kommen“ und sie müsse sparen. Die Inhaberin hatte keine andere Wahl und stornierte die Bestellung, erinnerte sich aber, dass sie irgendwann in den Nachrichten gehört hatte, dass „schwere Zeiten kommen“. Also rief sie sofort die Baufirma an, die sie für eine Erweiterung ihres Ladens beauftragt hatte. Sie teilte dem Bauunternehmer mit, dass sie vorerst auf die Arbeiten verzichten werde, da „schwere Zeiten kommen“ und sie sich in diesem Moment ein solches Risiko nicht leisten könne.
Der Bauunternehmer war über diese Nachricht betrübt, weshalb er eilig den jungen Künstler anrief und ihm mitteilte, dass er den Auftrag für das Porträt stornieren wolle, da „schwere Zeiten kommen“ und dies kein geeigneter Zeitpunkt sei, Geld für künstlerische Dinge auszugeben. Überwältigt von Traurigkeit nahm der junge Künstler die Nachricht resigniert hin, denn es war ja so gekommen, wie er es vorhergesehen hatte.
Traurig machte er sich auf den Weg zu seinem Lieblingscafé, um seinen Kummer mit einem Glas Wein zu ertränken. Während er wieder an seinem Tisch saß, erblickte er die Zeitung, auf der stand: „Schwere Zeiten kommen“. Diesmal stand er auf und nahm die Zeitung, um sie genauer zu untersuchen. Das Datum der Zeitung war von vor 7 Jahren. Jemand hatte Geschirr für das Restaurant ausgepackt.
Unsere Gedanken und die Art, wie wir uns zur Welt um uns herum verhalten, haben einen großen Einfluss auf uns selbst sowie auf die Menschen in unserer Nähe. Unsere Seelenzustände können die Umwelt beeinflussen, und manchmal sogar auf unumkehrbare Weise!