Was können wir einem Mitmenschen geben, wenn wir nichts zur Hand haben? Eines Tages traf ein großer russischer Schriftsteller, der die Gewohnheit hatte, ohne Geld auszugehen, einen Bettler, der ihm die Hand entgegenstreckte und um Almosen bat.
Der Schriftsteller, der ein sehr gutes Herz hatte, durchsuchte seine Taschen, tastete sich ab, fand aber nicht den kleinsten Heller. Dann, voller Liebe, reichte er dem Bettler die Hand: „Hier, mein Lieber, ich habe kein Geld bei mir, aber ich gebe dir einen Händedruck, mit aller Liebe.“
Der Bettler drückte ihm die Hand und antwortete mit einer warmen, dankbaren Stimme: „Ich danke Ihnen, mein Herr! … Niemand vor Ihnen hat mir ein so schönes Almosen gegeben.“
Jeder gibt aus der Schatzkammer seiner Seele, was er hat! Wir finden immer etwas, das wir unserem Nächsten geben können! Wenn wir kein Geld haben, können wir einen guten Gedanken schenken, ein liebevolles Wort und, besonders in diesen Zeiten der Not, das seelische Almosen spenden, das wertvoller ist als alle anderen vergänglichen Güter.