In einem unermesslichen Wald lebten drei Einsiedler. In der Einsamkeit, in der Stille des Waldes, fern von den Menschen, beteten sie lange und übten sich in Askese, um Gott zu suchen.
Ein Wanderer, der durch jene Gegend kam, traf den ersten Einsiedler, der gerade betete, und fragte ihn nach dem Weg, doch der Einsiedler antwortete ihm nicht. Der Mann, zornig geworden, fuhr auf ihn zu und gab ihm eine Ohrfeige. Der Einsiedler sprang sofort auf und gab ihm seinerseits zwei Ohrfeigen zurück. Erschrocken von der Schnelligkeit, mit der der Einsiedler ihn geohrfeigt hatte, zog der Wanderer weiter.
Er traf auf den zweiten Eremiten, und da auch dieser weder auf seinen Gruß noch auf seine Frage antwortete, gab er auch ihm eine Ohrfeige. Der Einsiedler hielt ihm ganz ruhig auch die andere Wange hin und fuhr dann mit seinem Gebet fort, als wäre nichts geschehen.
Der Mann setzte seinen Weg fort und traf den dritten Einsiedler. Er fragte auch diesen nach dem Weg, erhielt aber keine Antwort und gab, verzweifelt, auch dem dritten eine Ohrfeige. Dieser blieb unbewegt und sah ihn nicht einmal an, denn da er mit seinem Verstand und Herzen an Gott hingegeben betete, spürte er nicht einmal, dass er eine Ohrfeige erhalten hatte.
Mensch, sei nicht impulsiv, sei geduldig und verständnisvoll, vergilt Böses nicht mit Bösem, sondern mit Gutem, und verstehe, dass wahre Liebe auch Vergebung ist.