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Gleichnis

Die Gitarrensaite

Es war einmal eine Gitarrensaite, die neben der Gitarre lag und dachte: „Wenn ich hier liege, bin ich frei, weil ich nicht aufgezogen bin. Das fehlt mir gerade noch, mich auf dieses alte, altmodische Instrument aufziehen zu lassen und dann neben anderen Saiten zu sein, die laut sind.“

Sie konnte das alte Instrument und die Nachbarsaiten nicht ansehen. Aber die Gitarrensaite wurde in ihrer einsamen Freiheit immer unglücklicher. Sie lag da unten und dachte: „So kann es nicht mehr lange weitergehen!“

Da war auch ein Gitarrist, der dieses alte Instrument mochte. Er hatte versprochen, keine Saite aufzuziehen, die es nicht wünschte. Deshalb musste er oft lange warten, bis er wieder spielen konnte. Nun bemerkte er, wie die Saite, die auf dem Boden lag, darunter litt, nicht beachtet zu werden.

Er dachte sich: „Wenn du nur wüsstest, was in dir verborgen ist, welche Musik!“ Da bemerkte er, wie die Saite ihm voller Zuneigung und Sehnsucht zuzwinkerte. Also nahm er sie, spannte sie behutsam immer fester. Sie begann, immer besser zu klingen. Nun entspricht sie ihrem Ton und klingt in Harmonie mit den anderen Nachbarsaiten.

Das Musizieren konnte beginnen. Und viele traurige Herzen wurden erheitert.

Wenn du dich, o Mensch, in den Dienst des Lichts stellen lässt, wirst du Gutes denken, sagen und tun, aber wenn du dich nicht gebrauchen lässt, wirst du automatisch im Dienst der Finsternis stehen und Schlechtes denken, sagen und tun. Sag JA zum Licht!