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Gleichnis

Wie Christen ohne Früchte sind, wie Weihnachtsbäume

Viele Christen ähneln Weihnachtsbäumen, die keine Früchte tragen. Sie sind tot und haben nur Schmuck an sich hängen. Genauso stellen auch die Menschen, anstatt Früchte, welche die Tugenden sind, falschen Schmuck einer geheuchelten Frömmigkeit zur Schau. Christus will aber nicht, dass seine Jünger tote Weihnachtsbäume sind, sondern fruchttragende Bäume. Die Frucht des Geistes ist Liebe, Langmut, Glaube, Sanftmut, Enthaltsamkeit.

Erst wenn jemand solche Früchte hervorbringt, hört er auf, ein toter Weihnachtsbaum zu sein, der nur zum Wegwerfen taugt, und wird zu einem belaubten Baum voller Früchte. Die Früchte des Geistes erlangt der Mensch durch den Glauben und durch das Wirken guter Taten, indem er sich den Nöten des Nächsten zuwendet, ohne eine Belohnung zu erwarten.

Güte, Sanftmut und Wohltätigkeit müssen in unserer Natur eingepflanzt sein, und deshalb müssen sie nicht vollbracht werden, um etwas im Gegenzug zu erhalten, sondern nur, weil der Mensch auf diese Weise wahrhaft ganz und schön und Gott wohlgefällig sein kann.

Siehe, das große Fest der Geburt des Herrn Jesus naht, und wir sehen, wie alle Welt über Weihnachten spricht und weniger über das wichtigste Ereignis des Christentums. Alle Welt denkt an einen dicken, rotwangigen alten Mann, rot gekleidet und voller Geschenke, und nur wenige achten noch auf das wahre Fest der Christen – die Geburt unseres teuren Erlösers!