Der heilige Makarios von Alexandrien saß vor seiner Zelle, umgeben von seinen Schülern, und erteilte ihnen allerlei Lehren. Plötzlich näherte sich eine Hyäne, ein wildes Tier, mit ihrem Jungen im Maul und legte es zu den Füßen des Heiligen. Dieser nahm das Junge in die Hand, sah, dass es blind war, segnete es, spuckte auf seine Finger und legte Speichel auf die Augen des Jungen, woraufhin es die Augen öffnete, zu sehen begann und wimmerte. Die Hyäne sah den Heiligen dankbar an, nahm ihr Junges wieder ins Maul und war fort. Niemand sagte etwas. Am nächsten Tag kehrte die Hyäne zurück, brachte ein Schaffell und legte es dem Heiligen zu Füßen, doch dieser sagte verärgert zu ihr: „Ich nehme keine Geschenke aus Diebstahl an!“ Beschämt senkte die Hyäne den Kopf und entfernte sich. Nach einer Weile gab der Heilige das Schaffell der heiligen Melania, die es das Geschenk der Hyäne nannte.
Gleichnis