Eine Frau wollte keine Kinder haben. Bei der Beichte erzählte sie ihrem Beichtvater nicht, dass sie die Antibabypille nahm. Nach einigen Jahren jedoch fragte sie der Priester: „Was ist mit euch los, dass ihr keine Kinder habt? Habt ihr gesundheitliche Probleme?“ – „Nein, Vater.“ Der Ehemann der Frau war anwesend: „Nein, Vater, wir sind gesund. Aber wenn ich sie nicht überzeugen kann… Mein Beichtvater hat mir deswegen die Heilige Kommunion verwehrt, aber wenn Euer Hochwürden es ihr erlauben…“ – „Ich? So etwas erlaube ich nicht. Priester können der Sünde gegenüber nicht nachsichtig sein. Ich wusste nichts davon. Ach, deshalb ist es gut, wenn beide Ehepartner denselben Beichtvater haben, damit sie auf demselben Weg geführt werden und nicht einer in die eine und der andere in die andere Richtung.“
Zu der Frau sagte er: „Ich erteile dir die Erlaubnis, zum Beichtvater deines Mannes zu gehen. Und ich möchte so bald wie möglich hören, dass du schwanger geworden bist. Hört auf mit dem Unsinn!“
Die Frau ging zum Beichtvater ihres Mannes und begann, ein christliches Leben zu führen. Sie legte die erste vollständige Beichte ihres Lebens ab. Und dann hörte sie auf, die Antibabypille zu nehmen. Einige Monate vergingen, und sie wurde schwanger.
Nicht lange danach begannen jedoch allerlei Schwierigkeiten und Versuchungen in ihrem Leben aufzutauchen. Als sie auf der Straße ihren ehemaligen Beichtvater traf, fragte sie ihn: „Vater, wie kommt es, dass uns früher alles gut ging und wir jetzt immer mehr Probleme haben?“
„Früher, als ihr euch davor gehütet habt, Kinder zu bekommen, das heißt, als ihr vor einem der wichtigsten Kreuze der Familie geflohen seid, haben euch die Dämonen in Ruhe gelassen. Denn die egoistische Liebe, in der ihr lebtet, reichte aus, damit ihr eure Erlösung verliert. Jetzt aber, da ihr verstanden habt, dass ihr Kinder bekommen müsst, da ihr ein Kind erwartet, beginnt ihr, auf dem richtigen Weg zu gehen. Zuvor wurden all eure guten Taten von eurer Feigheit überschattet, von eurer Angst, Kinder zu haben, die euch stören, Kinder, die eure Zeit beanspruchen würden. Jetzt kämpfen die Dämonen gegen euch, weil sie wissen, dass ihr auf dem Weg der Erlösung seid. Ihr solltet euch freuen, dass ihr Schwierigkeiten habt. Das ist ein gutes Zeichen! Es ist das Zeichen, dass Gott euch lehrt, die Leiter zum Paradies hinaufzusteigen.“