Es war an einem 8. März. Ein Kind namens Paulică erwachte am frühen Morgen mit einem besonderen Gefühl, anders als sonst. „Haben wir heute etwa eine Klassenarbeit und ich habe vergessen, mich vorzubereiten?“, fragte sich Paulică etwas erschrocken. „Nein, heute ist doch Sonntag. Aber was ist dann los?“
Paulică überlegte hin und her, wusste aber nicht, was mit ihm los war, warum er so früh aufgewacht war. Er spürte, dass er etwas zu tun hatte. Was genau, wusste er jedoch nicht. Um 6:30 Uhr kam Cristina, seine Schwester, ins Zimmer und fragte ihn, nachdem sie ihn begrüßt hatte: „Was hast du für Mama vorbereitet?“
„Wie meinst du das, was ich für Mama vorbereitet habe?“
„Ja, heute ist ihr Tag!“, sagte Cristina zu ihm. „Was? Heute ist Mamas Tag? Das ist unmöglich.“
Paulică ging zum Kalender und schaute sehr aufmerksam hin. „Tatsächlich, du hast recht. Und ich habe nichts vorbereitet.“
„Das ist aber nicht schön von dir, Paulică!“
„Ja, das stimmt“, antwortete der kleine Junge.
Plötzlich sprang Paulică aus dem Bett und begann, in seinem Schränkchen nach Geschenken zu suchen. Aber er fand nichts; nur einen Kaugummi, und den mochte seine Mutter nicht.
„Hat der Blumenladen heute geöffnet?“, fragte Paulică seine kleine Schwester. „Ich glaube schon.“
Paulică schaute nach, ob er genug Geld hatte. „3 Lei. Aber damit kann ich fast nichts anfangen“, wurde Paulică traurig. Er verschränkte die Arme und überlegte, was er tun könnte, denn bald musste auch Mama aufwachen.
In seinem Zimmer herrschte vollkommene Stille, nur die Uhr machte unentwegt tick-tack, tick-tack... In diesem Moment, als er auf den Wecker blickte, kam ihm eine großartige Idee: „Wie wäre es, wenn ich ein Gedicht zum Muttertag schreibe!?“, sagte er sich. Er nahm sofort einen Stift zur Hand und begann, auf ein Blatt Papier zu schreiben.
Mal schrieb er, mal radierte er aus. Aber schließlich wurde er fertig. Dann schrieb er es schön auf eine kleine Karte. Das Gedicht lautete:
„Mein Wecker, der macht keinen Krach, Denn er ist nicht aus Blech gemacht. Er rasselt nicht, sondern er spricht. Wenn ich zur Schule gehen muss, Weckt er mich sanft mit einem Kuss. Und fall ich mal in einen Schlamm, Bringt er mir neue Kleider an.“
Darunter schrieb er noch: Danke, Mami!
Paulică war kaum mit dem Gedicht fertig, da erwachte auch schon seine Mama. Paulică verpackte das Gedicht schnell in Weihnachtspapier, dann gingen er und seine Schwester, um ihr die Geschenke zu überreichen.
„Wie, in Weihnachtspapier?!“, wunderte sich die Mutter.
„Ja“, antwortete Paulică, „der Muttertag soll für dich wie Weihnachten sein.“
„Hoffentlich … mit weniger Arbeit!“, fügte die Mama lächelnd hinzu. Dann packte sie das Päckchen aus. Sie las das Gedicht in Gedanken und lächelte. Sie freute sich riesig über Paulicǎs Geschenk.