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Gleichnis

Jeder Mensch, der dir Böses antut, ist ein Opfer des Teufels!

„Stell dir vor, du gehst eines Tages“, begann der alte Mann, „ruhig deines Weges und siehst, wie auch dein Bruder ruhig seines Weges geht. Plötzlich aber erscheint ein böser Mensch mit einem Messer in der Hand, stürzt sich auf deinen Bruder, schlägt ihn nieder und lässt ihn blutüberströmt am Boden liegen. Was empfindest du für diesen Bruder, Mitleid oder Zorn?“

Überrascht fragte ich meinerseits: „Wie könnte ich denn Zorn auf den Bruder empfinden, der Opfer des Übeltäters geworden ist? Sicherlich hätte ich großes Mitleid mit ihm und würde versuchen, ihm so gut ich kann zu helfen.“

„Siehst du, jeder Mensch, der dich beleidigt, der dich verletzt, verleumdet oder dir auf die eine oder andere Weise Unrecht tut, ist ein Bruder von dir, der in die Hände des Teufels, dieses Übeltäters, gefallen ist. Was musst du also tun, wenn du siehst, dass dein Bruder dir Unrecht tut? Du musst großes Mitleid mit ihm empfinden und in der Stille inbrünstig zu Gott beten, dass Er dir in diesem Moment der schweren Prüfung beistehe und auch dem Bruder gnädig sei, der das Opfer des dämonischen Räubers ist. Und Gott wird sowohl dir als auch deinem Bruder helfen. Wenn du aber nicht so handelst, sondern im Gegenteil zornig auf deinen Bruder wirst, dann wird der Teufel auch über dich herfallen und mit euch beiden tun, was immer er will.“