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Gleichnis

Die heilige Flamme

Ein Mann hörte einst, dass an einem fernen Ort eine heilige Flamme brenne. Er machte sich auf den Weg, um dieses kleine Licht nach Hause zu bringen. Er dachte, wer dieses Licht habe, werde leben und glücklich sein. Nun befand er sich bereits auf dem Rückweg. Seine größte Sorge war, dass die Flamme nicht erlöschen möge.

Unterwegs traf er jemanden, dem kalt war, weil er kein Feuer hatte. Dieser bat ihn, sein Feuer an seiner Flamme entzünden zu dürfen. Zuerst wollte er nicht, denn er dachte sich, diese heilige Flamme passe nicht zu einer solch weltlichen Sache. Dann aber gab er ihm doch davon.

Als er seinen Weg fortsetzte, erhob sich plötzlich ein heftiger Sturm, der trotz seines Widerstandes seine Flamme auslöschte. Da erinnerte er sich an den, dem er erlaubt hatte, sein Feuer zu entzünden. Hätte er erneut zu jenem fernen, aber heiligen Ort gehen müssen, hätte er es nicht mehr geschafft, denn er hätte wieder über Meere und Berge ziehen müssen. Aber zu jenem Mann, dem er geholfen hatte, konnte er zurückkehren.