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Gleichnis

Der gute Gedanke

Auf seinem Heimweg fand ein Bauer am Wegesrand, auf dem Feld, einen Sack voller Mais. Nachdem er sich überall umgesehen hatte, beschloss er, ihn mit nach Hause zu nehmen, denn er könnte ihn gut gebrauchen, und ohnehin sah ihn niemand. Er schaute noch einmal vor und zurück, nach rechts und nach links und bückte sich, um den Sack aufzuheben.

Aber plötzlich hielt er inne und erinnerte sich, dass er in eine einzige Richtung nicht geschaut hatte: nach oben. Er blickte zum Himmel, ließ den Sack dort liegen und setzte lächelnd seinen Weg nach Hause fort, wobei er sich sagte:

„Danke, Herr, dass du mir den guten Gedanken gegeben hast. Es stimmt, ich hätte einen Sack Mais dringend nötig, aber noch mehr brauche ich ein reines und ruhiges Gewissen. Sicherlich konnte ein Nachbar aus dem Dorf nicht zu viel auf einmal tragen und wird zurückkommen, um den Sack zu holen. Wenn ich ihn genommen hätte, hätte mich kein Mensch gesehen, aber Gott hätte mich gesehen.“

„Ich bemühe mich, allezeit ein reines Gewissen vor Gott und den Menschen zu haben.“ (Heilige Schrift)