In einem alten Buch wird erzählt, dass ein Vater und sein Sohn zum Markt gingen, um einen Esel zu verkaufen. Der Vater und der Sohn gingen zu Fuß neben dem Esel her, als sie einigen Leuten begegneten, die sie zur Rede stellten und sagten: „Was für dumme Leute, sie ruinieren ihre Schuhe und ihre Füße, um die Hufeisen des Esels zu schonen!“
Daraufhin stieg der Vater auf den Esel und sie zogen weiter. Bald trafen sie auf andere Reisende, die sie ebenfalls auslachten: „Was für ein herzloser Vater, schaut, er hat kein Mitleid mit seinem Kind, er lässt den Armen zu Fuß den Weg gehen!“
Der Vater stieg ab und setzte sein Kind auf den Esel. Sie begegneten weiteren Reisenden. Als diese sie sahen, sagten sie: „Na sieh mal einer an! Nennt man das ein wohlerzogenes Kind? Da geht der alte Mann zu Fuß, während sein Sohn auf dem Esel reitet.“.
„Was sollen wir nur mit diesen Leuten machen?“, sagte der Vater. Sie stiegen beide auf den Esel, in der Hoffnung, die Leute zum Schweigen zu bringen. Aber weit gefehlt, kaum hatten sie ein paar Schritte gemacht, sagten andere Leute, denen sie begegneten: „Schaut euch das an, was für Tyrannen, zwei kräftige, gesunde Männer reiten auf einem armen Esel.“.
„Hör zu, mein Sohn“, sagte der Vater, „mit diesen Leuten kommen wir auf keinen grünen Zweig. Lass uns noch etwas anderes versuchen!“
Sie stiegen beide vom Esel ab, nahmen eine Holzstange, banden den Esel an je zwei Beinen daran fest, hoben ihn auf ihre Schultern und machten sich mit ihm auf den Weg. Als sie anderen Reisenden begegneten, fingen diese an, über sie wie über Verrückte zu lachen.
Was auch immer du tust, dem Gerede der Leute wirst du nicht entkommen, also beachte es nur, o Mensch, wenn es zu deinem Guten ist.