Eines Morgens ging ein Junge zu seinem Großvater und fragte ihn: – Großvater, du sagst immer, wir müssen vor den Sünden fliehen, aber wie soll ich mich vor den Versuchungen schützen? – Nun, mein Enkel, sag du mir mal: Wenn ein Mann einen Vogel jagen wollte und direkt über sich einen fliegen sähe, und ein Stück weiter einen anderen auf dem Ast eines Baumes sitzen sähe, auf welchen von beiden meinst du, würde er mit dem Gewehr schießen? – Selbstverständlich, Großvater, würde der Jäger seine Waffe auf den Vogel richten, der auf dem Ast sitzt. Die Chancen sind größer, den zu treffen, der still sitzt, als den, der wie ein Pfeil durch die Luft schießt. – Siehst du, mein Junge...! Genauso ist es mit den Menschen, wie mit den Vögeln. Wenn du arbeitsam und fleißig bist, wenn du immer damit beschäftigt bist, so viel wie möglich und so gut wie möglich zu tun, dann kann der Teufel dich mit seinen Versuchungen nicht erreichen. Aber den faulen und nachlässigen Menschen versucht der Teufel mit Leichtigkeit, und dieser fällt sofort in die Sünde. Der Mensch wurde von Gott nicht geschaffen, um herumzusitzen und seine Zeit zu verschwenden, wie es der Zufall will, sondern um stets mit Eifer und von Herzen zu arbeiten, denn nur so wird er Frieden und Freude im Leben finden. „Die Hände zur Arbeit, der Verstand und das Herz bei Gott!“
Gleichnis