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Gleichnis

Der Wagemut des Glaubens

Eines Nachts brach in einer Villa ein Brand aus. Während die Flammen das Haus erfassten, konnten die Eltern und Kinder vor diesem Feuer fliehen. Der Brand war schrecklich anzusehen. Plötzlich bemerkten die Eltern, dass ihr jüngster Sohn nicht bei ihnen war. Dieser hatte sich vor den Flammen des Feuers erschrocken und sich deshalb drinnen in einer kleinen Ecke versteckt.

Die Eltern schauten nach links und nach rechts, aber sie sahen ihn nicht. Oben, im ersten Stock, öffnete sich plötzlich ein Fenster, und der kleine Junge rief um Hilfe. Der Vater bemerkte ihn und sagte ihm mit kräftiger Stimme: „Spring! Wirf dich hinunter!“ Das Kind sah nur Rauch und Feuer, aber es hörte die Stimme seines Vaters. Es antwortete ihm: „Vater, aber ich sehe dich nicht!“ Und der Vater sagte zu ihm: „Das macht nichts; ich sehe dich, und das genügt. Spring!“

Das Kind sprang und fand Rettung in den Armen des Vaters, der es auffing.

Mensch, Gott sagt dir jeden Tag, aus dem Feuer der Finsternis zu springen. Lass dein Herz und dein Gewissen die Stimme Gottes hören, und obwohl du Ihn nicht siehst, spring aus dem Feuer der Finsternis, in dem du vielleicht mehr oder weniger gefangen bist, im unerschütterlichen Glauben, dass du von Ihm aufgefangen wirst. Indem du springst, wirst du deine Rettung in den Armen Gottes finden, der dich ins Licht führen wird. Versuche es, du wirst es nicht bereuen, so wie du es sicher bereuen wirst, wenn du es nicht versuchst.