In einem Wald lebten zwei Meisen, die an jenem Ort glücklich waren, weil sie alles hatten, was sie brauchten. Doch die Zeit verging schnell, es wurde Herbst und schließlich kam der Winter. Nahrung war nicht mehr an jeder Ecke zu finden.
Da begannen sie, wie sie es gewohnt waren, miteinander zu reden, und eine von ihnen sagte zur anderen Meise: „Was hältst du davon, wenn du mir ein Würmchen bringst und ich dir dafür eine Feder gebe?“ Die andere Meise dachte einen Moment nach und sagte dann: „Aber warum nicht? Gut, ich werde es dir bringen.“
Am nächsten Tag hatte die erste Meise eine großartige Idee. Sie ging zur anderen und sagte: „Was meinst du, wenn wir jeden Tag dasselbe tun: Du bringst mir ein Würmchen, und ich gebe dir eine Feder?“ Nach einigen Augenblicken des Nachdenkens antwortete die andere Meise: „Gut, ich bin einverstanden!“
Dies geschah tagein, tagaus, bis der Frühling kam. Als nun die erste Meise von dem Ast, auf dem sie den ganzen Winter verbracht hatte, losfliegen wollte, konnte sie es nicht mehr, weil sie keine einzige Feder mehr hatte.