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Gleichnis

Die Ruhe der Seele

Bei einem Abendessen befand sich unter den Gästen auch ein Atheist – ein schlechter, glaubensloser Mensch –, der den Christen neben ihm irgendwann fragte: „Woher weißt du, dass Gott dir deine Sünden vergeben hat oder dass er deine Gebete erhört, wenn du doch von all dem nichts siehst?“

„Und du“, fragte der Christ seinerseits, „woher weißt du, ob in dem Tee, den du gerade trinkst, Zucker ist?“

„Wie woher? Ich schmecke den Zucker.“

„Du weißt also, dass Zucker in deinem Tee ist, auch wenn du ihn nicht siehst. Nun, genauso fühle auch ich die Liebe Gottes in meinem Herzen. Meine von Sünden beschwerte Seele fühlt sich durch die Kraft des Heiligen Geistes erlöst. Die Göttliche Liturgie, die heilige Beichte, die Gebete erheben meine Seele, die ihre Ruhe nur bei Gott findet. Die Liebe siehst du nicht mit den Augen des Leibes, sondern mit den Augen der Seele. ‚Als ich zur Liebe gelangte, gelangte ich zu Gott‘“ (der heilige Isaak der Syrer).