Es war ihr erster Hochzeitstag. Fotis wollte seiner Frau ein wertvolles Geschenk machen. Doch er überlegte, Ellisa die Freiheit zu geben, selbst zu wählen.
„Deine Liebe berührt mich sehr“, sagte Ellisa zu ihrem Mann. „Ich danke dir, dass du mir die Wahl lässt. Ich möchte, dass wir jetzt zum Geschäft gehen.“
„Sofort und mit großer Freude“, antwortete Fotis.
„Aber wohin gehen wir, Ellisa? Wo du mich hinführst, gibt es keine Geschäfte. Siehst du nicht, was für armselige Häuser hier sind?“
„Habe ein wenig Geduld, und du wirst verstehen“, antwortete die Frau mit viel Güte.
Bald erreichten sie eine enge Gasse, die zu einem Ziegelhaus führte. Sie traten ein. Auf dem Bett lag eine junge Frau, blass und schwach. Um sie herum waren drei kleine Kinder.
„Frau Vasiliki, wie geht es Ihnen heute? Ich habe den Arzt mitgebracht, wie ich es versprochen habe. Er ist mein Mann.“
„Fotis, Frau Vasiliki leidet schon seit langer Zeit. Sie hat ihren Mann verloren und kämpft darum, ihre drei Kinder großzuziehen.“
Der Arzt war zunächst erstaunt. Dann fasste er sich. Er ging sofort hinaus und holte seine Tasche aus dem Auto. Dann untersuchte er die kranke Frau sanft.
„Frau Vasiliki, ich werde jeden Tag kommen, um Sie zu untersuchen, bis Sie wieder gesund sind. Um die Medikamente werde ich mich kümmern...“
„Und um die Kinder werde ich mich kümmern“, ergänzte Ellisa mit Güte und Glück.
„Ja, jetzt verstehe ich, warum du mich hierher gebracht hast“, fügte der Arzt hinzu. „Und ich muss dir versichern, Ellisa, dass du das beste Geschenk für unseren Hochzeitstag gewählt hast. Eine Halskette bedingungsloser Liebe zum Nächsten!...“