In einem Konzentrationslager in Auschwitz sah ein Mann den Tod vor seinen Augen. Sein Name war Maximilian Kolbe. Weil einem Häftling die Flucht gelungen war, mussten zehn andere den Hungertod erleiden. Unter diesen zehn Häftlingen befand sich auch ein Familienvater, der schmerzerfüllt klagte.
Da bot sich Maximilian an, an seiner Stelle zu sterben. Der Offizier, der diesen Austausch bezeugte, fragte ihn: „Warum tust du das?“ Maximilian antwortete ihm: „Ich bin ein alter und einsamer Mann. Dieser Mann jedoch ist jung und hat eine Familie.“
Daraufhin wurden die zehn Häftlinge in eine unterirdische Zelle geführt. Von diesem Moment an erhielten sie nichts mehr zu essen. Im Todesbunker hatte man bis dahin Schreie und Flüche gehört. Dieses Mal aber hörten die Wachen zu ihrer Überraschung tagelang nur Gebete, geistliche Lieder und Lobpreisungen Gottes, bis auch die letzte Stimme erlosch.