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Gleichnis

Das Wunder der Geburt des Herrn

Am Weihnachtsabend fragte ein junger Mann seinen Vater: „Vater, ich verstehe nicht, wie die Gottesmutter den Erlöser ohne Verderbnis und ohne Schmerz geboren hat? Am Sonntag sagte der Priester in der Predigt, dass der Leib der Gottesmutter auf wundersame Weise von der Sünde unberührt geblieben sei, sowohl vor der Geburt als auch während der Geburt und danach.“

„Mein Junge“, antwortete der Vater, „für Gott ist alles möglich. Die Geburt des Erlösers ist etwas Wunderbares, ein einzigartiges Wunder. Der menschliche Verstand kann nicht alles erfassen, aber was du sagst, ist nicht schwer zu glauben.

Sieh dir das Sonnenlicht an, das durch das geschlossene Fenster zu uns gelangt. Das Licht dringt durch das Glas, aber beschädigt es das Glas irgendwie? Genauso hat sich der Herr Jesus, das Licht des Lebens, für uns Fleisch angenommen, indem Er durch den heiligen Leib der Gottesgebärerin hindurchging, ohne Verderbnis.

Und wir wiederum können Jesus in unseren Seelen empfangen. Auch wenn die Kräfte des menschlichen Körpers nicht sehr groß sind, auch wenn die Schärfe unseres Verstandes nicht unendlich ist, so kann die Liebe in unseren Seelen doch alles umfassen. Sie kann sogar alles verändern.

‚Die Gottesmutter hätte das Wort Gottes nicht im Leibe tragen können, wenn sie nicht zuvor das Wort Gottes im Herzen empfangen hätte.‘ (Vater Kallistos Ware)“