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Gleichnis

Ich habe keine Zeit

Es war einmal ein Christ, wie viele andere auch, der immer, wenn der Priester ihn auf etwas hinwies oder zu etwas aufrief, dieselbe Antwort gab: „Ich habe keine Zeit, Vater!“ Zum Beispiel, wenn der Priester zu ihm sagte: „Komm doch wenigstens an Ostern, an Weihnachten, zum Kirchweihfest, an deinem Namenstag, beichte wenigstens ein- oder zweimal im Jahr und empfange die Heilige Kommunion!“, antwortete er stets dasselbe, dass er keine Zeit habe.

Doch unser Mann hatte Zeit für Spaziergänge, Feste, Geschwätz und so vieles andere Nutzlose. Nach einigen Jahren traf er den Priester und sagte zu ihm: „Alle haben mich verlassen, Vater, und ich fühle mich nutzlos und unglücklich.“

Der Priester antwortete ihm mit Sanftmut und Liebe: „Siehst du, mein Sohn, ich habe dich zum Guten gerufen, und du hast gesagt, du hättest keine Zeit dafür. Die Dinge, für die du Zeit hattest, haben dich verlassen; sie haben keine Zeit mehr für dich. Wisse aber, dass Derjenige, für den du nie Zeit hattest, immer noch darauf wartet, dass du kommst...“

„Wer ist das, Vater, und wo finde ich ihn?!“

„Es ist Jesus Christus, der Erlöser der Welt, und Er ist immer in Seiner Kirche zu finden.“

Und von da an hatte dieser Mann auch Zeit für Gott und lebte zufrieden und glücklich, denn er hatte Ihn gefunden und befolgte Seine Gebote.

„Gott liebt die Barmherzigkeit gegenüber denen, die Buße tun, aber Er liebt ebenso das Gericht gegenüber denen, die ihre Halsstarrigkeit nicht beugen wollen.“