In einer Schule, im Religionsunterricht, sprach der Lehrer mit den Schülern über die Unsterblichkeit der Seele. Als er die verwunderten Gesichter der Kleinen sah, holte der Lehrer eine große Tischuhr hervor und zeigte sie allen: „Seht ihr, wie diese Uhr geht? So wie ein Mensch lebt, so tickt auch die Uhr und ihre Rädchen drehen sich.“
Danach legte er die Uhr auf das Pult, demontierte vorsichtig ihr Metallgehäuse und nahm das Uhrwerk heraus, das voller kleiner Rädchen war, die sich weiterdrehten. „Seht ihr, auch wenn ich das Uhrwerk aus dem Gehäuse genommen habe, läuft es weiter. Genauso lebt auch die Seele weiter, wenn sie nach dem Tod den Körper verlässt. Die Seele ist unsterblich, und deshalb müssen wir uns nicht nur um unseren Körper kümmern, sondern auch um die Seele.“
„So wie ihr darauf achtet, eure Kleidung nicht zu beschmutzen oder euch nicht durch Stöße zu verletzen, so müsst ihr auch immer darauf achten, dass eure Seele nicht durch Sünden ‚beschmutzt‘ oder von Versuchungen und Schwäche überwältigt wird. Die Seele muss immer rein sein, ohne Bosheit und ohne Sünde, denn nur so kann sie das gesegnete Licht der göttlichen Liebe empfangen. Nur so können unsere Seelen lieben und geliebt werden.“
„Die Seele lebt ewig und kann nicht sterben, denn sie ist Hauch von Gottes Hauch, und beim Jüngsten Gericht wird die Seele sich wieder mit dem Leib vereinen“ - Heiliger Johannes Chrysostomus.