Zwei Pilger waren auf dem Weg. Ein Unwetter brach herein. Der Wind peitschte ihnen mit Eis ins Gesicht und pfiff unheilvoll um ihre Ohren. Sie kamen nur sehr schwer voran, nach vorne gebeugt, um nicht vom starken Wind umgeworfen zu werden, und bewegten ihre Füße kaum. Wenn sie nicht schnell genug zur Hütte gelangten, würden sie erfrieren.
Mit kleinlautem Herzen und vom Schneesturm geblendet, kamen die Pilger an den Rand einer Schlucht und hörten mit Mühe die Schreie eines Mannes, der dort hinabgefallen war. Jemand rief um Hilfe.
„Dieser Mann ist dem Tod geweiht! Beeilen wir uns, damit wir nicht wie er enden!“, sagte der erste Pilger und setzte eilig seinen Weg fort.
Der zweite Pilger, voller Mitleid für den armen Mann, stieg in die Schlucht hinab und nahm ihn auf seinen Rücken. Der Mann war schwer, doch der Pilger stieg bis zum Weg hinauf. Die große Anstrengung ließ ihn warm werden und sogar schwitzen. Wegen der Last und der Mühe spürte er die Kälte nicht mehr.
Wenige Schritte vor der Unterkunft stolperte er über etwas. Es war sein Weggefährte, der erfroren war. Die Kälte hatte ihn getötet!