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Gleichnis

Die Lichtung

Am Rande eines Dorfes gab es ein Feld. Dort wuchsen allerlei Wildpflanzen mit wunderschönen Blüten: Schneeglöckchen, Krokusse, blaue Glockenblumen, Nelken, Margeriten, Johanniskraut, wohlriechende Minze, Hirtentäschelkraut, wilde Stiefmütterchen. Der spielerische Wind trug den wunderbaren Duft der blühenden Pflanzen vom Frühling bis in den späten Herbst hinein bis auf die Veranden.

Die Heckenrose, der Sanddorn, der Schlehdorn, der Brombeerstrauch und der Himbeerstrauch bedeckten sich im Frühling mit weißen Blüten, und im Herbst bogen sich die Zweige unter der Last der schwarzen, roten, orangen und gelblichen Früchte. Verliebte küssten sich zwischen diesen verzweigten Sträuchern.

An einer Seite wuchsen ein wilder Apfelbaum und ein wilder Kirschbaum, in denen Vögel und Kinder kleine, gut duftende Früchte fanden. Die Lichtung sprach von der Kraft des Lebens und der Pracht der Natur, und alle Bauern im Dorf glaubten, dass es nichts Schöneres geben könne.

Eines Tages kam ein Mann, pflügte, säte, harkte, pflanzte, düngte, veredelte die Bäume und Sträucher, und in wenigen Jahren wurde der Ort zu einem reichen und schönen Garten, von dem die Bauern sagten, er sei ein wahres Stück vom Paradies. Aus etwas Schönem kann durch ehrliche Arbeit und den Glauben an Gott etwas noch Schöneres werden.