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Gleichnis

Die Schweine

Eine Rotte Wildschweine weidete in der gefrorenen Tundra des polaren Sibiriens. Sie suchten nach Flechten, die vom Frost verschont geblieben waren. Plötzlich brach ein schrecklicher Sturm los, und der eisige Wind begann, immer entfesselter zu wehen. Die Temperatur fiel rapide.

Der eisige Wind drang durch die rauen, stachelartigen Borsten, mit denen die stacheligen Schweine bedeckt sind. Mit einer instinktiven Bewegung drängte sich die Rotte zusammen, um sich vor Wind und Kälte zu schützen. Die Schweine drängten sich aneinander. Immer näher, eng aneinandergepresst, Körper an Körper, um dem Erfrieren zu entgehen und ein wenig Wärme im Körper des anderen zu finden.

Doch je enger sie sich aneinander drängten, desto mehr stachen ihnen die Stacheln ins Fleisch. Der Schmerz ließ sie voneinander abrücken. Aber der Wirbel aus Wind und Schnee hüllte sie wieder in seinen eisigen Mantel. Und wieder näherten sie sich, um sich zu wärmen, und wieder entfernten sie sich, um sich nicht mehr gegenseitig zu stechen... und langsam, langsam fanden sie den richtigen Abstand.

Zusammen sind wir stärker, doch die Freiheit des Einzelnen muss respektiert werden; der goldene Mittelweg ist besser.