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Gleichnis

Die Macht der Kleinen

Ein Vogel brütete seine Eier auf dem Ast eines Baumes aus. Plötzlich erblickte er eine Boa, die sich langsam ihm näherte. Der arme Vogel! Er wusste nicht mehr, was er tun sollte, um seine Eier vor der Schlange zu retten.

In diesem Augenblick kam ein Affe vorbei und, als er die Gefahr sah, sagte er zum Vogel: „Fürchte dich nicht! Ich werde Steine auf sie werfen und sie so verjagen.“ „So wirst du aber auch meine Eier zerbrechen!“, sagte der Vogel.

Es kam auch ein Elefant hinzu. „Weine nicht mehr! Ich werde den Baum entwurzeln und so die Schlange vertreiben“, sagte er. „Halt!“, rief der Vogel ihm zu. „Willst du etwa meine Eier zerbrechen?!“

Da sagte sich der Vogel: „Wahrlich, die Großen des Waldes sind nicht imstande, eine Boa in die Flucht zu schlagen, ohne meine Eier im Nest zu zerstören.“ Um wenigstens sein eigenes Leben zu retten, beschloss der Vogel, aus dem Nest zu fliegen.

In diesem Moment kam ihm eine großartige Idee: Er ging zu den Ameisen und bat sie um ihre Hilfe. Sofort kamen sie zu Tausenden. Sie kletterten auf den Baum, dann auf die Schlange, und binnen weniger Augenblicke blieb von ihr nur noch die Haut übrig. „Bravo!“, rief ihnen der Vogel zu, „jetzt sind meine Kleinen gerettet!“