Zum Inhalt springen

Gleichnis

Die Schlange und die Maus

Es war einmal in Afrika ein Befehlshaber, der befahl, alle alten Menschen zu töten. Er war der Meinung, dass sie zu nichts mehr nütze seien. Seine Untertanen führten den Befehl aus, wenn auch mit Widerwillen, denn der Befehlshaber war mächtig und streng. Nur einer gehorchte seinem Befehl nicht. Er versteckte seine Eltern in einem verlassenen Stall in einer Höhle.

Eines Tages erwachte der Befehlshaber mit einer Schlange um seinen Hals. Er schrie, so laut er konnte, aber niemand konnte ihm helfen. Die alten Menschen, die Erfahrung mit Schlangen hatten, lebten nicht mehr, und die Jungen wussten nicht, wie sie vorgehen sollten, um die Menschen von den Schlangen zu befreien.

Da lief der junge Mann, der seine Eltern verborgen hielt, zu ihnen und fragte sie, was er tun müsse, um eine Schlange loszuwerden. Und der Vater riet ihm: „Fange eine Maus und bring sie in das Zimmer des Befehlshabers. Lass sie dort frei, und du wirst sehen, was geschieht!“

Der junge Mann tat, was sein Vater ihm geraten hatte. Als die Schlange die Maus erblickte, begann sie, sich vom Hals des Befehlshabers zu lösen und der Maus zu folgen. Sogleich nahmen die stärkeren jungen Männer Knüppel in die Hände und töteten die Schlange.

Nachdem der Befehlshaber wieder zu sich gekommen war, fragte er den jungen Mann, wer ihm dieses Geheimnis offenbart habe. Dieser sagte ihm die Wahrheit. Daraufhin dachte der Befehlshaber lange nach und überzeugte sich von dem Fehler, den er begangen hatte.