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Gleichnis

Das Zeichen der Nägel

Es lebte einmal vor langer Zeit ein Mann. Er hatte einen sehr ungehorsamen Sohn, der ihm allerlei Kummer bereitete. Der arme Mann dachte schließlich mit Furcht an den nächsten Tag. Er begann, für jeden Fehler seines Sohnes einen Nagel in den Türrahmen zu schlagen.

Als der Türrahmen so voller Nägel war, dass er wie ein Igel aussah, rief der Mann seinen Sohn zu sich und sprach: „Ich habe für jeden deiner Fehler einen Nagel eingeschlagen!“

Der Sohn erschrak, als er die Menge der Nägel sah, und beschloss bei sich, jeden Fehler durch eine gute Tat wiedergutzumachen. Nach der ersten guten Tat rief er seinen Vater vor die Tür und bat ihn, einen Nagel herauszuziehen.

An dem Tag, als er den letzten Nagel herauszog, umarmte der Vater seinen Sohn und sie freuten sich gemeinsam. Der Sohn drückte ihn an seine Brust und sah, dass sein Vater weinte.

„Warum weinst du? Du solltest glücklich und zufrieden sein, dass du alle Nägel herausziehen konntest.“

„Es stimmt, die Nägel sind herausgezogen, aber die Spuren, die Spuren sind geblieben!“