Zum Inhalt springen

Gleichnis

Die Eidechse

Ein Reisender, der begeistert und interessiert an der Dritten Welt war, erlebte einen Kulturschock. Plötzlich lastete alles auf ihm: das Klima, die anderen Wohn- und Essensbedingungen, die sympathischen und zugleich verschlossenen und unruhigen Menschen. Es wurde ihm alles zu viel und schließlich wurde er deswegen krank.

Er bekam ein Zimmer, in dem er nach gründlicher Untersuchung zu seinem Entsetzen eine fette, hässliche Eidechse entdeckte. Er wurde aggressiv: „Ich will nicht mit so etwas im Zimmer zusammenleben.“ Doch so sehr er sich auch bemühte, sie zu fangen, sie verschwand hinter einem Schrank, wo niemand mehr an sie herankam. Er war zu stolz, um jemanden um Hilfe zu bitten.

Inmitten seiner Verzweiflung kam ihm ein Gedanke: „Du könntest versuchen, diese Eidechse zu lieben.“ Das war nicht einfach. Aber wenn er nun das Zimmer betrat, schaute er als Erstes, was die Eidechse machte. Nach einigen Tagen gab er ihr auch einen Namen. Mit der Zeit wurde die Eidechse zu einer echten Gesprächspartnerin. So kamen auch ihre positiven Eigenschaften zum Vorschein: Die Eidechse kontrollierte die Vermehrung der Mücken. Da erkannte er: „Das Problem lag nicht an der Umgebung, sondern an mir selbst.“