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Gleichnis

Das tapfere Mäuschen

Ein wohlgeratenes, gut gezogenes und ansehnliches Hausmäuschen, das immer verzweifelt vor der Katze floh, fand sich eines guten Tages im Keller eines Hauses wohlhabender Leute wieder. Wegen der Dunkelheit fiel es in eine seltsame Pfütze.

Es war eine Pfütze aus Palinca, von der besten Sorte, die aus dem schlecht sitzenden Zapfen eines kleinen Fasses aus Eichenholz getropft war. Anfangs kostete unser Mäuschen schüchtern von dem seltsamen Gebräu. Sein Geschmack gefiel ihm. Es hatte einen kräftigen und ausgeprägten Geschmack und rann wie Feuer die Kehle hinunter.

Als es alles aus der Pfütze getrunken hatte, richtete sich unser Mäuschen auf, trommelte sich mit den Fäusten auf die Brust, nahm einen grimmigen Gesichtsausdruck an und schrie: „Wo ist die Katze?“

In unserer Zeit haben zu viele Menschen nur den Mut einer Maus! :)