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Gleichnis

Das Sakrament der heiligen Trauung

Eine bekümmerte Frau kam zu einem Priester, um ihn um Rat zu bitten: „Bitte, Vater, helft mir mit einem Rat. Ich habe keine Eintracht zu Hause. Mein Mann gibt mehr aus, als wir verdienen. Manchmal trinkt er, manchmal streiten wir uns. Die Schulden wachsen, und wir und die Kinder leben immer schlechter.“ „Lass gut sein, Frau, ich werde mit ihm reden.“

Nach einigen Tagen traf der Priester auf dem Weg den Mann der Frau und fragte ihn: „Wie geht es dir, mein Sohn?“ „Ziemlich schwer, Vater.“ „Aber soweit ich weiß, ist deine Frau fleißig, nicht wahr?“ „Das stimmt, Vater, Gott sei Dank hat Er mir eine gute Frau gegeben, ich kann mich nicht beklagen.“ „Was ist dann das Problem?“

Verwirrt wusste der Mann nicht mehr, was er antworten sollte, aber der Priester sagte zu ihm: „Siehst du den Vogel, der gerade über dein Haus fliegt?“ „Ja, Vater.“ „Die Ehe, mein Sohn, ist auch wie ein Vogel, und der Mann und die Frau sind die beiden Flügel. Wenn nicht beide zugleich die Luft schlagen, kann der Vogel nicht fliegen. Wie sehr sich auch einer anstrengt, ohne die Hilfe des anderen kann er nichts tun. Bemühe dich, deiner Frau und deinen Kindern zu helfen, denn nur so kannst du dich als Mensch bezeichnen. Deine Zufriedenheit hängt von der Zufriedenheit deiner Familie ab.“

Dankbar für den Rat ging der Mann weiter, und in seinen Gedanken verweilten die Worte des Priesters. „Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles“ (Heilige Schrift)