Zum Inhalt springen

Gleichnis

Der Vater

Während des Essens fragte ein Bauer seine drei Söhne: „Wisst ihr, Jungs, woher das Maismehl kommt, aus dem diese Polenta gemacht ist?“ „Ja, sicher!“, antwortete der Jüngste. „Aus dem Sack in der Speisekammer.“

Der mittlere lachte ihn aus und sagte zu ihm: „Das stimmt nicht! Das Maismehl wird aus dem Mais gemahlen, der vom Feld geerntet wurde; der Mais ist aus der Erde gewachsen, die vom Regenwasser bewässert wurde. Also haben die Erde und der Regen ihn gemacht.“

„Ihr wisst gar nichts!“, sagte auch der älteste der Jungen. „Dieser Mais kommt von Gott. Es ist wahr, dass er aus der Erde gewachsen ist und dass der Regen ihn bewässert hat, aber wenn Gott nicht für gutes Wetter und rechtzeitigen Regen gesorgt hätte, wäre der Mais nicht gewachsen, und wir würden jetzt keine Polenta essen. Seht, wer ihn gemacht hat: Gott!“

Hatte eines der Kinder recht? Nein, keines!

Ihr Vater hatte die Erde gepflügt und besät, den Mais geerntet, ihn in der Mühle gemahlen und das Mehl nach Hause gebracht. Ihr Vater hatte ein ganzes Jahr gearbeitet, damit seine Söhne zu essen hatten. Er hat gearbeitet, aber er hat auch gebetet. Sechs Tage die Woche war er auf dem Feld, aber am siebten Tag war er in der Kirche, um für Gesundheit und Wohlstand im Hause zu beten. Er betete immer, dass der Herr sich auch um seine Familie kümmere, und Gott, der den Fleiß des Mannes sah, erhörte sein Gebet und segnete ihn mit einer reichen und wahrhaft verdienten Ernte.

Schade, dass seine Söhne die Mühe nicht sahen, die ihr Vater für sie auf sich nahm... Mit dem so schwer verdienten Geld könnten die Eltern Dinge für sich selbst kaufen, aber das tun sie nicht! Sie verzichten auf alles, was sie sich wünschen, damit ihre Söhne und Töchter alles haben. Wenn alle Kinder auf ihre Sachen achten würden, dann wären die Eltern zufrieden. Aber wenn alle Kinder vor allem auf das kostbarste Gut achten würden, das sie von ihren Eltern empfangen haben, nämlich ihr Leben, um es schön und ohne Sünde zu leben – dann wären alle Eltern sicherlich glücklich.

„Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit es dir gut gehe und du lange lebst auf Erden!“ – Die Heilige Schrift – eines der Zehn Gebote.