Der Vorsteher eines Klosters wurde einmal von einigen Besuchern gefragt, wie die Mönche trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und Bildung eine so geeinte Gemeinschaft bilden können. Statt einer theoretischen Antwort gab er ihnen ein Bild: „Stellt euch ein Rad vor: ein Kreis, einige Speichen und ein gemeinsamer Punkt. Vom äußeren Kreis verlaufen die Speichen zur Mitte und werden von diesem Punkt gehalten. Die Speichen sind wir selbst, die wir die Gemeinschaft bilden. Die Mitte ist Jesus Christus. Aus dieser Mitte leben wir. Er hält uns zusammen.“
Die Besucher staunten und verstanden etwas Wichtiges. Doch der Vorsteher fuhr fort: „Je näher die Speichen der Mitte kommen, desto näher kommen sie sich auch untereinander. Das bedeutet: Wenn wir uns im täglichen Leben wirklich Christus nähern, dann nähern wir uns auch mehr einander. Nur so können wir miteinander, füreinander und auch für die anderen leben.“