Einst kehrte ein reicher Kaufmann heim, nachdem er auf einem Jahrmarkt viele Waren verkauft hatte. Er hatte also eine beträchtliche Summe Geld bei sich. Während er mit seinem Wagen unterwegs war, setzte ein starker Regen ein.
Der Kaufmann, verärgert über diesen Umstand, erhob seine Stimme und murrte gegen Gott, indem er sagte: „Wozu soll denn dieser Regen gut sein, Herr?“ Doch während er so dahinfuhr, erschien plötzlich vor seinem Wagen ein Bandit, der sein Gewehr auf ihn richtete, um ihn zu töten und ihn anschließend auszurauben.
Der Kaufmann erstarrte. Der Räuber drückte den Abzug, aber die Waffe zündete nicht. Wegen des Regens waren das Zündhütchen und das Pulver nass geworden. Als der Kaufmann das sah, gab er den Pferden die Peitsche, ergriff die Flucht und entkam dem Räuber.
Nachdem er aus der Gefahr entkommen war, hielt er an, bekreuzigte sich und sagte: „Vergib mir, Herr, denn ich wusste nicht, was ich sagte. Wäre der Regen nicht gewesen, hätte der Räuber mich getötet.“ Und von da an murrte dieser Kaufmann nie wieder.
Aber auch für den Banditen war es eine Lehre. Er erkannte, dass eine unsichtbare Hand den Kaufmann gerettet hatte. Und von da an setzte er seine Hoffnung nicht mehr auf seine Waffe, da er verstand, dass sie ihn jederzeit verraten und er so zu leicht in die Hände der Behörden fallen könnte.