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Gleichnis

Von einem Engel aus Routine und Langeweile geweckt

Ich bin müde von der vielen Arbeit und davon, auf dem Weg zur Arbeit dieselben Leute zu sehen. Ich komme nach Hause und meine Frau serviert mir das gleiche Gericht zum Abendessen. Ich will ins Bad gehen, dann in mein Zimmer, mich ins Bett legen, in Ruhe fernsehen, aber meine Tochter lässt mich nicht, denn sie will immer mit mir spielen; sie versteht nicht, dass ich müde bin. Und mein Vater stört mich manchmal, meine Frau ebenfalls, … und zwischen Frau, Tochter und Vater werde ich langsam verrückt. Ich will meine Ruhe. Das einzig Gute ist der Schlaf, wenn ich die Augen schließe, beruhige ich mich und vergesse scheinbar alles und jeden.

Plötzlich erschien ein in Licht gekleideter Engel! „Friede sei mit dir! Deinetwegen bin ich gekommen!“ Wer bist du und wie bist du hereingekommen? „Gott hat mich zu dir gesandt. Er hat mir aufgetragen, deine Klagen anzuhören, und ….. du hast recht! Es ist Zeit für dich, dich ‚auszuruhen‘.“ Das ist nicht möglich, das bedeutet, dass ich sterben muss. „So ist es, du wirst sterben. Du wirst nicht mehr dieselben Leute treffen, noch musst du deine ewig unzufriedene Frau ertragen, noch deine kleine Tochter, noch die Ratschläge deines Vaters anhören.“ Aber was wird mit allem geschehen, mit meiner Arbeit...? „Mach dir keine Sorgen, in der Firma, in der du arbeitest, haben sie schon jemand anderen gefunden; und dieser jemand ist natürlich glücklich, weil er keine Arbeit hatte.“ Und meine Frau und mein Kind? „Deine Frau wird einen guten Mann kennenlernen, der sie für ihre Qualitäten respektieren und bewundern wird und der Geduld haben wird, ihr gerne zuzuhören, ohne ihr etwas vorzuwerfen. Und außerdem wird er sich um deine Tochter kümmern, er wird sie sehr lieben, als wäre sie seine eigene; und egal wie müde er von der Arbeit kommt, er wird Geduld haben, mit ihr zu spielen, und sie werden sehr glücklich sein.“ Nein! Ich kann nicht sterben! „Es tut mir leid, aber die Entscheidung ist gefallen.“ Aber das bedeutet, dass ich meine Tochter nie wieder küssen kann, dass ich meiner Frau nie wieder sagen kann ‚Ich liebe dich‘ und meinen Vater nie wieder umarmen kann. Nein, ich will nicht sterben, ich will leben, ich will noch nicht sterben. „Aber, war es nicht das, was du wolltest?… RUHE. Jetzt kannst du ewig ruhen, für immer schlafen.“ Nein, ich will nicht, bitte, Gott…! „Was hast du, mein Lieber? Hast du einen Albtraum?“, flüsterte meine Frau und weckte mich. Nein, es war kein Albtraum, es war eine weitere Chance.

Kümmere dich um deine Familie. Ich glaube, dieses Gleichnis hat dich zum Nachdenken gebracht, Mensch. Denn meistens denkst auch … du so!