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Gleichnis

Ein Trinker kommt ins Grübeln

In der Nähe eines Bahnhofs, in einem Bahnwärterhaus der C.F.R., lebte ein Weichensteller mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter, die gerade 9 Jahre alt geworden war.

Der Weichensteller war der Trunksucht verfallen; nicht selten hatte das Mädchen ihren Vater schwankend nach Hause kommen sehen, und mehr noch, wenn er seinen Lohn bekam, gab er die Hälfte für Alkohol aus, und wenn er nach Hause kam, schlug er seine Frau und sein Kind, die unschuldig waren.

Eines Tages fragte das Mädchen ihren Vater, der mit der roten Fahne in der Hand mitten auf den Gleisen stand und sie schwenkte: „Vater, was bedeutet das?“

Er antwortete ihr: „Wenn auf den Gleisen eine tödliche Gefahr droht, schwenke ich sie im Wind und gebe ein Zeichen…“

Das Mädchen schwieg und ging nachdenklich ins Haus.

Als der Weichensteller von der Arbeit zurückkehrte, was sah er? Etwas, das ihn mit Scham erfüllte. In den Hals der Alkoholfalsche auf dem Tisch hatte das Mädchen eine kleine rote Fahne gesteckt, und auf die Flasche hatte sie ein Zettelchen geklebt, auf das sie geschrieben hatte: „TÖDLICHE GEFAHR“.

So viel Bitterkeit und Scham empfand der Weichensteller, dass er in diesem Augenblick beschloss, mit der Trunksucht aufzuhören. So rettete ein kleines Kind, mit der Gnade Gottes, seinen Vater vor dem Verderben.