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Gleichnis

Ein wahrhaft Dankbarer

In Rom hatte ein reicher Jüngling eine schwere Krankheit durchlitten und war wieder gesund geworden. Als er zum ersten Mal nach draußen in den Garten ging, fühlte er sich wie neugeboren und lobte Gott voller Freude mit lauter Stimme.

Sein Gesicht zum Himmel gewandt, sprach er: „O, gütigster Vater, wenn irgendein Mensch Dir etwas vergelten könnte, mit welch einem Vergnügen würde ich Dir all meinen Reichtum geben!“

Diese Worte hörte Johannes, der Hirte genannt, und sprach zu dem reichen Jüngling: - Von oben kommt die gute Gabe. Dorthin kannst du nichts schicken. Komm, folge mir.

Der Jüngling folgte dem frommen alten Mann, und sie gelangten in eine dunkle Hütte. Dort fanden sie schreckliche Armut und Leid. Der Vater lag krank danieder, die Mutter klagte, und die Kinder waren nackt und weinten um ein Stück Brot.

Der Jüngling erschrak. Johannes aber sagte: - Siehe hier einen Altar für dein Opfer! Siehe die Brüder des Herrn und seine Stellvertreter!

Der Jüngling öffnete seine Hand weit über sie, gab ihnen reichlich und kümmerte sich um den Kranken. Und die Armen, denen er geholfen hatte, segneten ihn und hielten ihn für einen Engel Gottes.

Johannes lächelte und sprach: - Richte also deinen dankbaren Blick zuerst zum Himmel und dann zur Erde. Wie viele Kranke genesen von schweren Krankheiten und vergessen danach, dem Herrn für das empfangene Gute zu danken!?