Zum Inhalt springen

Gleichnis

Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz

Ein sehr reicher Industrieller fühlte sich von einem Fischer gestört, der am Flussufer saß, nahe der Stelle, an der seine Yacht vor Anker lag. Der Fischer hatte seine Angelausrüstung zusammengepackt und blickte träge auf die spiegelnde Wasseroberfläche. „Warum fährst du nicht mit dem Boot zum Fischen hinaus?“, fragte ihn der Industrielle.

„Weil ich für heute genug Fisch gefangen habe“, antwortete der Fischer.

„Warum fängst du nicht mehr Fisch, als du brauchst?“, fragte ihn der reiche Mann.

„Und was soll ich damit machen?“, fragte der Fischer.

„Du könntest mehr Geld verdienen“, kam die ungeduldige Antwort, „dann könntest du dir ein größeres Boot kaufen, um noch mehr Fisch zu fangen. Mehr Fisch bedeutet mehr Geld. Bald hättest du eine ganze Fischereiflotte und wärst ein reicher Mann, so wie ich.“

„Interessant. Und was würde ich danach tun?“, fragte der Fischer.

„Du würdest dasitzen, dich ausruhen und das Leben genießen“, antwortete der Industrielle.

„Was glaubst du denn, was ich gerade tue?“, sagte der Fischer und blickte ruhig zum anderen Ufer des Flusses. „Siehst du nicht, dass ich dasitze und das Leben genieße!“

„Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Rost sie zerfressen und wo Diebe einbrechen und sie stehlen. Sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost sie zerfressen und wo keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“ (Matthäus 6,19-21).