Der Großvater eines kleinen Mädchens hatte eine schlechte Angewohnheit; am Abend ging er aufs Feld und stahl alles, was er fand, lud es auf seinen Karren und kehrte nach Hause zurück. Einmal nahm er auch seine Enkelin mit, damit sie das Pferd halte. Auf dem Feld nahm der Großvater, was er fand, und kam dann zum Karren, wobei er nach rechts und links schaute, damit ihn niemand sehe. Doch seine Enkelin fragte ihn vom Karren aus: „Hast du auch nach oben geschaut?“
Da dachte der Großvater lange über die Worte seiner Enkelin nach, und von da an stahl er nie wieder.
Unzählige Male in unserem Leben vergessen wir, nach oben zu blicken, und begehen blind alle möglichen Bosheiten. Wir versuchen, nicht von den Menschen entdeckt zu werden – vor denen wir uns schämen –, aber vor Gott, der alles sieht, keineswegs. Wie viele Vorsichtsmaßnahmen treffen wir, um uns in dieser Welt nicht für all das zu schämen, was wir tun, und wie sehr unterlassen wir es, nach oben zu blicken; und uns jedes Mal zu fragen: „Herr, gefällt Dir, was ich gerade tue, segnest Du meine Taten?“